owv-sad

Eindrücke aus unserem Vereinsleben

Fischessen am Aschermittwoch: Die Hütte war voll!
 

Am Aschermittwoch, den 6. März, waren die Mitglieder unseres OWV zum traditionellen Aschermittwoch-Fischessen eingeladen. Schon eine Stunde vor dem offiziellen Beginn waren die ersten Besucher vor Ort um ja einen Sitzplatz zu ergattern. Schnell  füllte sich die Stube bis auf den letzten Platz. Obwohl alle sehr eng zusammenrückten mussten auch im Obergeschoss Tische und Stühle aufgestellt werden. Sogar die Bürodrehstühle fanden  „Abnehmer“. Sobald jemand einen Sitzplatz frei machte, um nach der Brotzeit nachhause zu gehen, fanden sich dankbare Nachrücker. Serviert wurden ganze Bratheringe, wie es sich gehört mit Schwanz. Dazu gab es häutige Erdäpfl mit Butter und Salz. Auch die hervorragenden geräucherten Forellenfilets mit Kren und Baguette fanden ihre Liebhaber. Sehr gelobt wurden die geräucherten Matjesheringe, original aus Scheveningen, mit Zwiebelringen und frischem Bauernbrot.  Nächstes Jahr am Aschermittwoch treffen wir uns wieder zum Fischessen; schon beschlossen. Wir haben uns über unsere vielen Gäste sehr gefreut, vor allem der überraschende Besuch unseres Freundes Herrn OB Andreas Feller und  unseres Freundes  Stadtrat Kurt Mieschala hat uns sehr gefreut.  Eigentlich wollten wir ja um 21 Uhr Zapfenstreich machen aber es hat dann doch etwas länger gedauert. Besonders bedanken möchte ich mich bei einem Vereinsfreund, der uns einen Spendenscheck mitbrachte. (Er will namentlich nicht genannt werden). Auch Getränke, Fisch und Erdäpfl wurden zum Teil  gespendet. Dafür Danke! Natürlich gilt unser Dank auch allen Helfern und „Bedienungen“.  Dabei waren Petra, Renate, Ingrid, Irmi, Irene, Roland, Jimmy, Pit und Franz. Ohne euch hätte es nichts gegeben. Fazit des Fischessens: schön war es, machen wir sicher wieder.

Text und Fotos: Erwin Mayer und Irmgard Irrgang

zu den Bildern... 

 Viele Besucher beim Glockenläuten am 5.1.2019

Am Samstag, den 5. Januar wurde wie seit 2005 alle Jahre die Blasturmglocke geläutet. Das Geläut erinnert an das sogenannte „Rudolfinum“. Pfalzgraf Rudolf verlieh den Schwandorfer Bürgern am 5. Januar 1299 zahlreiche Rechte. Darunter so wichtige wie die Erlaubnis Märkte abzuhalten und Bürgermeister und Räte zu wählen. Diesmal kamen zahlreiche Besucher um dabei zu sein. Glöckner Roland Schwarz konnte das Seil gleich an drei Glöcknerlehrlinge weiter geben. Sepp, Pit und Stefan probierten mit wechselndem Erfolg, der Glocke den „Doppelschlag“ zu entlocken. Anschließend ging es ins Türmerhaus wo man noch eine ganze Weile beisammen saß. Besonders gefreut hat es uns, dass auch unsere Freundin Frau Bürgermeisterin Martin Engelhardt-Kopf zu uns kam um dabei zu sein. Der nächste Termine an dem wir die Glocke anschlagen sind der 17. und 29. April sowie der 1. Mai
Text:  Erwin Mayer
Fotos:Irmgard Irrgang
Fotos 1-4 Glockenläuten im Blasturm
          5-9 Einkehr im Türmerhaus

zu den Bildern... 

 Reisegruppe aus Franken zu Gast im Türmerhaus
Am Neujahrstag konnten wir einer Reisegruppe aus Nürnberg und Bamberg aus der Patsche helfen und für Speis und Trank sorgen. Die Gruppe hatte den Sylvesterabend auf dem Matheshof verbracht und für den Neujahrstag eine Stadt- und Kellerführung in Schwandorf gebucht. Nach der Stadtführung wollte die Gruppe in Schwandorf einkehren um Mittag zu essen. Leider hatte ihr Reiseunternehmer versäumt auch ein Lokal dafür zu buchen. Die wenigen geöffneten Gasthäuser waren übervoll und konnten niemanden mehr aufnehmen. Da rief uns die Gästeführerin an und bat den OWV um Hilfe die natürlich sofort gewährt wurde. Rund 25 Gäste konnten wir in der Türmerhausstube mit einer sehr gehaltvollen heißen Gulaschsuppe mit Brot versorgen. Dazu gab es Bier, Wasser oder ein Haferl Kaffee nach Wunsch. Alle waren zufrieden und haben sich sehr herzlich beim OWV Schwandorf dafür bedankt, dass sie nicht im eiskalten Regen stehen mussten bis ihr Bus um 16 Uhr wieder nach Nürnberg zurück fuhr.  Auch der eine oder andere Euro an Spenden wanderte in unsere Schatztruhe und hilft die Kostensteigerung bei der Sanierung des Türmerhaus zu lindern. Allen OWV`lern die mitgeholfen haben unser Gäste zu bewirten, vor allem dem Suppenkoch Bernd herzlichen Dank.

zu den Bildern... 

17.2.2019 Panoramaweg nach Haselbach

Bei idealem Wanderwetter traf sich eine große Gruppe auf dem Volksfestplatz. Die Strecke führte diesmal auf dem Panoramaweg nach Haselbach zum Kirchawirt. Am Grünwald wurde die Wanderstrecke erklärt, die am Egideberg an einem Bachlauf entlang durch den Wald führt. Oben auf freier Flur gabs Erklärungen zum Erzabbau, zum Füßlhof, zum ehemaligen Feldweg und Lorna konnte zu den Altstraßen Interessantes beitragen. Die Frage nach den Bunkern im Berg konnte nicht konkret geklärt werden. Auf dem Weg zum Füßl genossen wir die herrliche Aussicht auf Schwandorf und Umgebung bevor es rechts Richtung Wald ging. Hier lag sogar noch Schnee! Der gut gepflegte und markierte Panoramaweg führte uns durch den Wald nach Ettmannsdorf-West. Sigi und seiner Truppe für die Arbeit großes Lob. Das erweiterte Neubaugebiet führte aber manchen in die Irre. Das war aber nicht schlimm. Wir fingen alle wieder ein und gingen gemeinsam zur Matthiaszeche, die wir im Westen auf witterungsbedingt schlammigem Weg entlang nach Irlbach umrundeten.
Hier gabs dann am Dorfkreuz a kurze Rast mit an Stamperl oder an Wasser.
Über die Ifer Höhe kamen wir dann auf den Weg nach Haselbach, wo der Kirchawirt zur gemütlichen Einkehr bei Brotzeit und Getränken auf uns wartete.
Die Strecke war für einige Wanderer neu und sie waren begeistert von der Wegführung, der Umgebung und den Aussichtspunkten. Auch dafür gab es Lob und Anerkennung für den OWV, der diese Streckenführung vor über 15 Jahren mühevoll ausgesucht hat.

Text:   Irmgard Irrgang     
Fotos: Lorna Simone Baier
           Irmgard Irrgang

zu den Bildern... 

Wanderung von Irrenlohe nach Stulln am 27.01.2019

Wir trafen uns wieder wie gewohnt am Volksfestplatz um mit Fahrgemeinschaften zum Ausgangspunkt der Wanderung zu fahren. Dieses Mal war es Irrenlohe.

Nicht zu verwechseln mit Irlaching. Der Bahnhof Irrenlohe befindet sich nämlich in Irlaching, neben der ehemaligen Gaststätte Schuster. Eine altes Traditionswirtshaus. Ich war dort schon mit 6 Jahren beim Kinderfasching. Ich kann mich noch erinnern, dass sie damals Mendocino gespielt hatten. Auch die Kirchweih war dort legendär. Aber das ist leider Vergangenheit.

Unter der Führung von Lorna Simone Baier gingen wir von Irlaching nach Stulln. Der Weg führte uns zuerst über geteerte Nebenwege. Über Feldwege. Durch Waldstücke. An sonnenbeschienenen Wegen waren diese frei von Schnee. Im Schatten konnte es auch manchmal leicht glatt sein. Aber der Weg war insgesamt gut begehbar. Das Wetter war für diese Jahreszeit optimal. Leichter Sonnenschein begleitete unseren Ritt auf Schusters Rappen.

Einmal konnte man einen Turmfalken auf Jagd sehen. Ca. 50 Meter vor uns rüttelte er in ca. 10 Meter Höhe über einem bewachsenen  Feld und stürzte dann nieder. Als er wieder hoch kam konnte man sehen, dass er keine Beute gemacht hatte. Aber unbeirrbar rüttelte er 50 Meter weiter und stieß hinab. Als er hochstieg hatte er eine Maus in seinen Greif. Er flog damit zu einem ca. 100 Meter enfernten Baum und tat sich an der Mahlzeit gütlich.

Später schwebte ein größerer Greifvogel in etwa 300 Meter Entfernung dicht am Boden entlang. Leider konnte ich ihn nicht identifizieren. Ich hätte auf eine Wiesenweihe getippt, wenn ich nicht wüßte, dass dies ein Zugvogel ist und eigentlich zu dieser Zeit in unserer Gegend gar nicht anwesend ist. Auch muss ich zugeben, dass ich mit erkennen von Greifvögel meine Schwierigkeiten habe.

Wir kamen auch an einer Holzhütte  mit Imkerstand vorbei, wo uns der Besitzer mit seinem Hund grüßte. Die Hütte konnte man bestimmt ganzjährig bewohnen. Ein schöner Gedanke für Aussteiger, die sich der Hektik des Alltags, der ständigen Erreichbarkeit und vielen anderen Dingen, die der Mensch eigentlilch nicht braucht, entfliehen kann. Nur ganz auf die moderen Welt zu verzichten, will man dann auch nicht. So bleibts meistens beim Traum.

Es ist offensichtlich. Wir gingen durch herrliche Fluren und Wälder. Die Sonne malte die Landschaft herrlich aus. Bis ein blaues Etwas sich auf unserem Weg näherte. Es war unheimlich und doch anziehend. Man konnte sich diesem Bann nicht entziehen. Wir kamen immer näher. Das Herz klopfte. Wann würden wir diesen Wesen gegenüberstehen. Die Schritte wurden immer schneller. Und da. Wir haben es erreicht, das blaue Fahrzeug gesteuert von unserem Vorstand Erwin Mayer, der einige Flaschen Schnaps dabei hatte. Diese Stärkung tat gut für den restlichen Weg, den wir noch vor uns hatten.

Der weitere Weg führte dann uns über Grafenricht nach Stulln, wo das Ziel, die Gaststätte Bodensteiner lag. Ein schöner Gasthof, wo Altes mit modernen Dekorationen geschickt kombiniert wurde. Das Essen war gut und manch einer blieb noch etwas länger. 

Es war eben eine schöne Wanderung und eine zünfltige Einkehr.


Text und Bilder: Siegfried Meißner
 

zu den Bildern... 

Wanderung am 16.12.2018

 

Wir trafen uns bei trüben Wetter am Volksfestplatz, dem Ausgang der Wanderung. Es hatten sich mehr Wanderer dort eingefunden als angemeldet waren. Ausnahmsweise sollte man sich bei dieser Wanderung anmelden, da die Einkehr im Türmerhaus platzmäßig begrenzt ist und die Menge der Brotzeiten berechnet werden musste.
Irmgard Irrgang übernahm die Führung und erklärte uns den Ablauf der Wanderung. Dann gings los. Wir gingen Richtung Krondorf unter der Naabbrücke durch. Dort verlaufen der Panoramaweg (blauweiß gekennzeichnet) und der Rundweg Nr. 1, auch „Siebenbrückenweg“ genannt. Der Naab entlang verließen wir dann Krondorf und trafen dann später auf den Nebenarm, dem Holer oder Holler. Das ist anscheinend keine offizielle Bezeichnung, da dieser Name in den Karten nicht verzeichnet ist. Auch die Hollerbrücke, worüber der Siebenbrückenweg auch führt kennt man nur noch unter blaue Brücke, wegen ihres blauen Anstriches. Nach dieser Brücke auf der anderen Seite des Nebenarmes steht normalerweise ein Kreuz, zum Gedenken an ein Kind des Baron von Breidbach, dass hier ertrunken ist. Aber es war nicht da. Offensichtlich wird es restauriert.
Unter der Zubringerbrücke kamen wir dann zur Heubrücke, der frühere Badeplatz der Fronberger. Ich habe dort in der Naab ebenfalls das Schwimmen gelernt. Freibad in Schwandorf gab es damals noch nicht. Was wurde da von der Heubrücke ins Wasser gesprungen. Das war im Sommer. Im Winter oder am Ende war die Heuwiese früher jedesmal überschwemmt und die Brücke durch Hochwasser und Eisbrocken gefährdet, so dass sie eines Tages durch eine stabilere Brücke ersetzt werden musste. Aber das ist Vergangenheit.

Der weitere Weg führte uns dann durch denFronberger  Dorfplatz am Hammergraben entlang. Ein Nebenarm, den die dortige Eisengießerei („Eisenwerk“) zur Stromerzeugung nutzte. Ich denke, dass die Turbine immer noch in Betrieb ist. Wir befinden uns hier auf der Maximilianstraße in Fronberg. Am Ende dieser Straße kamen wir zur Hauptstraße, der Fronberger Straße. Diese überquert gingen wir dann die Holzbergstraße entlang, die bei der Kellerwirtschaft, dessen Gebäude dem Verfall preisgegeben wurde, links einmündete.
Der zugehörige Parkplatz ist ebenfalls gesperrt. Ich musste an die vielen Stunden denken, die wir dort verbracht hatten. Ob zum Frühschoppen, zum Fasching, zur Kirwa oder zum Dämmerschoppen. Alles fand hier statt, obwohl es in Fronberg damals noch vier andere Wirtshäuser gab. Jetzt gibt es in Fronberg nur noch die Brauereiwirtschaft und ein neu eröffnetes Cafe.

Nach der Kellerwirtschaft und dessen Parkplatz ging es dann rechts den Berg hoch, beim Haus des ehemaligen Polizisten Franz Hischa vorbei. Dort erstiegen wir den Holzberg, wo ein Weg rechts oberhalb der Kellerwirtschaft vorbeiführte. Von dort sah man die traurige Seite dieser Wirtschaft. Hier ist bereits das halbe Dach eingestürzt. Weiter den Holzberg entlang konnte man noch die Bombentrichter sehen.

Nun kamen wir zum Schwammerling, ein großer Holzpilz mit wunderbaren Blick von oben auf die Stadt. Irmgard Irrgang erklärte uns dann, dass früher der Schwammerling sich weiter rückwärts auf dem „Ruhlandgelände“ befand. Auch gab es seit den 10. März 1906 einen Waldverein in Schwandorf, der sich u. a. um diesen Schwammerling kümmerte, bis der Verein vorm 2. Weltkrieg aufgelöst wurde. Die Stufen abwärts mit Geländer kamen wir dann zur Venustiefgarage. Das letzte Stück war hier ganz schön glatt. Es ist aber gottseidank niemand zu Schaden gekommen.

Die anschließende Einkehr in das Türmerhaus war richtig zünftig. Hätte nur noch ein Musiker gefehlt. Aber dieser hätte auch keinen Platz mehr in der voll besetzten Hütte gehabt. Wie man feststellen musste, waren Brotzeit und Getränke ausreichend vorhanden. Und es wurde fröhlich gegessen und getrunken.


Text und Bilder: Siegfried Meißner 

zu den Bildern...