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Eindrücke aus unserem Vereinsleben

23. Juli 2020: Pflaster für die Freundschaftsbank vom OWV Stadlern

Unser Freund Waldemar Voit verpasste unserer Bank, die bisher auf bloßer Erde stand, ein Pflasterfundament.  Durch das Pflaster soll die Durchnässung der Standhölzer vermieden werde. Schließlich soll die Ruhebank Wanderern und Pilgern viele Jahre zur Rast einladen. Die Bank wurde uns von unseren Freunden der Schwandorfer Patengemeinde Stadlern 2019 gestiftet. Bei einer kleinen Feier letztes Jahr, an der zahlreiche Freude aus Stadlern unter Leitung von Vorstand Michael Koller und auch unser Freund OB Andreas Feller teilnahmen, wurde uns die Bank übergeben. Die Plakette trägt folgenden Text: „40 Jahre Patenschaft Große Kreisstadt Schwandorf und Grenzgemeinde Stadlern. 16. August 1974 bis 16. August 2014. In freundschaftlicher Verbundenheit OWV Stadlern“. Bei Waldemar danken wir für das fachmännische Fundament und Sepp Beer für das gestiftete Material.

Text und Foto: Erwin Mayer

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24. Juni 2020: Die Wolpertinger Fronberg waren zu Gast

Die Jünger des bayerischen Urvieches kehrten bei sommerlichen Temperaturen bei uns im Türmerhausgarten ein. Nach einer kräftigen Brotzeit, wir servierten unser Türmerbrettel mit Gselchtem, Bauerseufzer, Salami, geräucherter Leberwurst, Limburger, Emmentaler, Essiggurke, Butter und Brot, wurde so manches Kneitinger und der eine oder andere Obstler seiner Bestimmung zugeführt. Wir haben uns über den Besuch der geselligen Runde sehr gefreut. Bedanken möchten wir uns vor allem bei unserem Freund Sepp Beer, dem Wolpertinger Präsidenten der zum Stammtisch im Türmerhaus eingeladen hatte. Abgefüttert und mit den nötigen Getränken versorgt wurden die Wolpertinger von Christa, Irmi, Roland und Reinhard. Auch ihnen vielen herzlichen Dank.

Text: Erwin Mayer  /  Fotos Reinhard Haas

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30. Juni 2020: Inschrift am Türmerhaus

Unser Türmerhaus hat eine Inschrift an der Stadtseite bekommen. Malermeister Gerhard Bendl rückte am frühen Morgen an um mit Hilfe von Hänschen und Waldemar ein Gerüst aufzubauen. Nach dem für Sicherheit bei der Arbeit gesorgt war, machte sich Gerhard Bendl daran, das Türmerhaus mit einer Inschrift und unserem Vereinssymbol zu verschönern. Schnell war klar, dass da ein echter Meister seines Faches am Werk war. Die Inschrift passt prima zu unserem Türmerhaus. Super geworden ist auch unser Vereinssymbol mit der leider selten gewordenen Arnika. Unser Dank gebührt vor allem Malermeister Gerhard Bendll. Danke sagen wir auch unserem Freund Wolfgang Bierl (Werbstatt Bierl) für den Entwurf und allen Beteiligten für die Mithilfe.

Text und Fotos: Erwin Mayer


Den entsprechenden Pressartikel findet ihr unter der Rubrik "Dokumente / Zeitungsberichte" als pdf-Datei

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24.06.2020: Die Wolpertinger Fronberg waren zu Gast

Die Jünger des bayerischen Urvieches kehrten bei sommerlichen Temperaturen am Mittwoch, den 24. Juni bei uns im Türmerhausgarten ein. Nach einer kräftigen Brotzeit, wir servierten unser Türmerbrettel mit Gselchtem, Bauerseufzer, Salami, geräucherter Leberwurst, Limburger, Emmentaler, Essiggurke, Butter und Brot, wurde so manches Kneitinger und der eine oder andere Obstler seiner Bestimmung zugeführt. Wir haben uns über den Besuch der geselligen Runde sehr gefreut. Bedanken möchten wir uns vor allem bei unserem Freund Sepp Beer, dem Wolpertinger Präsidenten der zum Stammtisch im Türmerhaus eingeladen hatte. Abgefüttert und mit den nötigen Getränken versorgt wurden die Wolpertinger von Christa, Irmi, Roland und Reinhard. Auch ihnen vielen herzlichen Dank.

Text: Erwom Mayer  /  Fotos: Reinard Haas

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14. Juni 2020: Wanderung zum höchsten Punkt
                         in Schwandorf

Langsam läuft das Vereinsleben wieder an. Der Corona Virus hatte allen Menschen zu schaffen gemacht. Aber es nicht so wie es einmal war. Die Wanderer trafen sich am Volksfestplatz bei bedeckten Himmel. Eine Stunde zuvor hatte es nur einen Sprühregen gegeben. Die Wetterprognose war furchterregend. Starke Gewitter mit Schauer und Hagel wurde angesagt. Aber ich nehme es vorweg; wir sind verschont geblieben. Dieses Mal hatte ich die Strecke ausgesucht und geführt, weswegen es auch eine Rundwanderung wurde. Der Vorteil ist, dass der Ausgangspunkt und das Ziel gleich sind, weswegen die Fahrer nicht zu ihren Autos gebracht werden müssen um diese nachzuholen. So fuhren wir gemeinsam zum Gasthof Beer nach Naabeck. Das Wetter war nicht danach, dass man sich in den Biergarten setzen konnte, so sahen wir auch keine Gäste dort sitzen.

Die erste Etappe führte uns bergauf durch Naabeck nach Spielberg, den Panoramaweg entlang, der 90 km um Schwandorf führt. Sozusagen auch ein Rundwanderweg, der nur in mehreren Etappen zu schaffen ist. Dieser Weg und noch drei kleine Rundwege wurde von unserem Zweigverein (Hauptsächlich Erwin Mayer und Karlheinz Bink) angelegt und am 11.06.2006 eingeweiht. In Spielberg angekommen, führte uns der Weg durch den Naabecker Stein zum höchsten Punkt Schwandorfs auf den Schlottberg. Auf der Topografischen Karte ist der 512 m Punkt leicht zu finden. So liegt dieser ca. 100 m links vom dortigen Weg. Am Tag zuvor hatte ich Hinweisschilder zu diesem Punkt anbringen wollen. Aber es war nicht so leicht. Eine rote Pfeilmarkierung führte mich nach links zu einem schlecht begehbaren Weg. Aber auch nach 300 Metern konnte ich den markierten höchsten Punkt nicht finden. Nach einer Stunde habe ich mich entschlossen, nach Gefühl den höchsten Punkt zu suchen. Was soll ich sagen. Ich hatte das kleine Gipfelkreuz gefunden. Es liegt nicht 100 m links vom Weg sondern den Weg weiterfolgend 50 m rechts davon. Meines Erachtens ist der höchste Punkt in der Karte verkehrt eingezeichnet. Deswegen habe ich auch dann zwei Markierungsschilder angebracht. Bis zu diesem Punkt verlief die Wanderung immer bergauf und wir hatten auch steile Stücke an dem Naabecker Stein, wo der Weg einst durch den Sandstein geschlagen wurde.

Aber nach dem Schlottberg ging es dann eben dahin entlang der Hochstraße, ein ehemaliger Handelsweg. Hier kommt von rechts der Rundweg Nr. 3, auch Hans-Graf-Weg genannt, den der ehemalige Bürgermeister dort mit ausgesucht hatte. Danach ging es bergab über den Jägersteig. Immer weiter absteigend konnte man die Abbruchkante der Eisensandsteine bewundern, die sich immer höher auftürmten. Nun kamen wir an der tiefsten Stelle aus dem Wald, in den wir nach Spielberg durch den Naabecker Stein eingetaucht waren. Nach 300 m kamen wir auch wieder nach Spielberg, wo wir auf die Frau unseres ehemaligen Vereinsfreundes Reinhard Brunner trafen, der viel zu früh verstarb. Nach einer kurzen Unterhaltung ging es dann den kürzesten Weg zur Gaststätte. Auf den Weg dorthin hatte man sich Gedanken gemacht, dass man vielleicht im Biergarten sitzen könne, da das Wetter wider Erwarten besser wurde und teilweise sonnig war. Die Bedenken wurden dann bei Ankunft zerstreut.

Der Biergarten war geöffnet. So ließ man sich dort nieder und ließ sich Speis und Trank kredenzen. Gut gestärkt begab man sich dann nach Hause. Leider bleibt anhand der Abstandsregeln und der Hygienemaßnahmen etwas Unsicherheit, und ich sehne mich nach dem Leitspruch, je enger wir beieinandersitzen, desto schöner. Das letzte Mal hatten wir dies bei unserer vorhergehenden Wanderung im Februar in Deiselkühn, wo die Gaststätte nach der Wanderung brechend voll war. Aber es war wieder schön zu wandern und einzukehren. Ich hatte das Gefühl, das die anderen Wanderer auch zufrieden waren.

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März 2020: Besuch aus Kanada
 
In Deutschland nutzen wir größtenteils das Auto oder die Bahn, wenn wir von A nach B kommen wollen. Im zweitgrößten Land der Erde ist der Flieger das Verkehrsmittel Nummer eins. Die Entfernungen sind riesig. Für einen Geschäftsmann wie Gary A. Catt ist das Reisen wesentlicher Bestandteil seiner Tätigkeit. Gary düst auf seinen Business – Trips kreuz und quer durch Nordamerika oder entschließt sich mal schnell nach Europa zu kommen, um seinen Freund (Verfasser dieses Artikels) persönlich zum Geburtstag zu gratulieren. Ende Februar war es wieder so weit! Gary hatte einen Termin in New York. Von da ist es ein Katzensprung nach Schwandorf, so seine Auffassung.
 
Der 60 – jährige Kanadier freut sich immer riesig, wenn er am Bahnhof in Schwandorf aussteigt und Oberpfälzer Luft schnuppern kann. Er residiert vorwiegend im Gasthof Baier. Ob Schnitzel oder Currywurst, Edelstoff oder Pils, bei Christine und Norbert fühlt er sich wohl. Besonders angetan ist Gary von unserer Oberpfälzer Heimat. Hier spannt sich der Bogen zum Oberpfälzer Waldverein, wo er seit drei Jahren Mitglied ist. Am 01. März konnte OWV – Chef Erwin Mayer das weitgereiste OWV - Mitglied im Türmerhaus begrüßen. Höchst interessant gestalteten sich für ihn die Ausführungen von Mayer über den Blasturm, den Jakobsweg und die Geschichte des Türmerhauses.
 
Bereits am frühen Nachmittag hatte der Kanadier Gelegenheit, sich dem OWV–Markierungsteam mit Frontmann Sigi Meißner anzuschließen. Sogleich wurde ihm ein Rucksack mit Schildermaterial verpasst und los ging es zum Naabecker Spielberg als Ausgangsort der Wanderung. Der Panoramaweg verläuft hier etwas steil durch den Naabecker Stein(in den Felsen geschlagener Transportweg). Oben angelangt befindet sich rechts in ca. 300 m Entfernung die höchste Erhebung der Stadt Schwandorf; der Schlottberg.
 
Geradeaus weiter kommt man auf eine alte  Hochstrasse, die von rechts über den Rundweg Nr. 3 in den Panoramaweg mündet. Nach weiteren paar hundert Metern, zweigt der Panoramaweg nach links in einen alten Jägersteig ab. Der Rundweg Nr. 3 führt jetzt bergab durch den Wald auf einen geteerten Weg. Am „Hohen Bügerl“ vorbei, erreicht man entlang des Panoramawegs die riesigen Sandsteinfelsen. Von hier geht es immer bergauf. Fast oben angekommen, macht der Panoramaweg eine 180 – Grad Wende, wo man am Gipfel der Felsen entlang den Jägersteig erreicht, welcher bergab über den Naabecker Stein nach Spielberg zurück führt.
 
Wie Vöglein zwitscherten, hing Gary zeitweise dem Team um Siegi, Ingrid und Dominik hinterher, obwohl er als passionierter Bergsteiger erheblich anstrengendere Wanderungen absolvierte. Wenn er mal wieder im asiatischen Raum unterwegs ist, macht er einen Umweg nach Nepal, wo er allein auf sich gestellt, eine Woche in unberührter Natur durch die Ruhe seinen Körper und Geist im Einklang findet. Die Vermutung liegt nahe, dass der Grund seiner leichten physischen Schwäche die vorausgegangene Nacht war. Nach dem Besuch des Bayerischen Museums in Regensburg und dem anschließenden Umtrunk im Kneitinger Mutterhaus, wollte Gary den Tag mit einem Absacker im Cafe Fallier ausklingen lassen. Er hatte allerdings nicht damit gerechnet, dass an diesem Abend bierdurstige Gesellen weilten, um ihn willkommen zu heißen. Gegen Mitternacht fotografierte er seinen Bierdeckel mit den vielen Strichen darauf. Er hatte seine „Trophäe“.
 
Das Türmerhaus ist eine Begegnungsstätte für alle Menschen, die neben der Naturverbundenheit auch Geselligkeit mögen. Als wäre es organisiert gewesen; beim Besuch von Gary Catt war das Türmerhaus voll. Spontan griffen drei Freunde zur Gitarre bzw. Mundharmonika und alle Anwesenden sangen sich die Kehle aus dem Leib. Ob das immer so stimmungsvoll hier ist, wollte der Gast aus Kanada wissen. Wir ließen ihn in dem Glauben. Schließlich erzählt er es weiter und so wird das Türmerhaus und der OWV Schwandorf in der Welt bekannt.
 
Am nächsten Tag sagte der Globetrotter leise Servus. Erwähnenswert ist noch, dass Gary Catt seinen Erstwohnsitz in Vancouver hat, wo er eine IT–Firmabesitzt. Gleich danach kommt New York auf der Beliebtheitsskala seiner favorisierten Städte. An dritter Stelle rangiert unsere Stadt Schwandorf. Selbstverständlich glauben wir ihm das! Übrigens ist der erfolgreiche Entrepreneur nach seinem Besuch bei uns, nach Sydney geflogen, wo er im letzten Jahr eine Niederlassung gründete.
 
Besonderer Dank gebührt Kathrin und Jimmy Fotinos, die uns mit Speisen und Getränken versorgt haben.
 
Bis zum nächsten Mal in Schwandorf, lieber Gary!
 
Text: Reinhard Haas
Fotos: Sigi Meißner, Reinhard Haas

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